Der Untersuchungsausschuss, …

– der die Rolle ausländischer Geheimdienste bei – den der NSU zugeschriebenen – Morden an Türken in Deutschland untersucht, muss schnellstens eingerichtet werden.

Jetzt, wo der NSU Untersuchungsausschuss seinen Schlussbericht vorgelegt hat.

Denn Ägypten und zunehmend andere arabische Staaten, vermuten die „starke Hand“ Erdogans hinter den Massenprotesten der Muslim-Brüder und dem „Arabischen Frühling“.

Keine Zweifel, dass die IHH den Ägyptern als höchst suspekt gilt: Sie organisierte 2010 die berüchtigte Hilfsflotte für Gaza, die mit dem Tod von neun Türken durch israelische Soldaten endete. Der Zwischenfall änderte die politische Landschaft im Nahen Osten, die Türkei brach die Beziehungen zu Israel ab und spielt sich seither als Bannerträger der muslimischen Welt auf.

In den Wikileaks-Depeschen heißt es, dass die Hamas in Gaza teilweise aus Spendengeldern der IHH mit finanziert wird. Einst soll die Organisation während der Balkankriege Dschihadis nach Bosnien geschleust haben. Das alles heißt nicht unbedingt, dass die IHH in Kairo politisch tätig war – aber offenbar gingen die Behörden davon aus.

http://www.welt.de/politik/ausland/article119251308/Aegypten-und-Tuerkei-hetzen-sich-gegeneinander-auf.html

All das liegt im Interesse des „Göbbels vom Bosporus“, der schon mal seine Vorstellungen einer neuen islamischen Weltordnung – natürlich unter seiner Führung – formuliert hat:

Eine zugleich muslimische und demokratische Achse, der andere Länder sich anschließen würden, um – so sagte Erdogan Anfang 2011 in einer Rede in Kuwait – „die ganze Welt gestalten“ zu können. Denn dazu habe ein vereinter muslimischer Naher Osten das Potenzial.

http://www.welt.de/politik/ausland/article119251308/Aegypten-und-Tuerkei-hetzen-sich-gegeneinander-auf.html

Umsomehr wundert sich der Deutsche, wie unbefangen unsere Behörden mit der staatlichen türkischen Religionsbehörde DITIB umgehen, die ebenso wie die IHH eine mögliche Tarnorganisation türkischer Geheimdienste auf deutschem Boden ist.

–pag