Berliner U-Bahn-Schläger auf freiem Fuß
Rechtzeitig vor dem 1. Mai – man will denen ja nicht den Spass verderben …
Unglaublich was in Berliner Justizkreisen passiert, nachdem Frau Heisig nicht mehr öffentlich die unverzügliche Aburteilung anmahnen kann.
Berlin – Nach dem gewalttätigen Überfall auf einen 29-Jährigen auf dem U-Bahnhof Berlin-Friedrichstraße am Wochenende sind die beiden Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß. Der 18-jährige mutmaßliche Haupttäter stellte sich am Samstagabend der Polizei und legte ein Geständnis ab. Gegen den Schüler wurde Haftbefehl erlassen, er wurde allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt.
Gründe für die Haftverschonung seien unter anderem das Alter des Jugendlichen und dass er bisher noch nicht polizeilich aufgefallen sei, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Der junge Mann muss sich dreimal in der Woche auf seinem zuständigen Polizeiabschnitt melden.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,758886,00.html
Wäre die Beweislage unklar und z.B. eine Überführung nur anhand Indizien möglich, könnte man solch eine Entscheidung ja noch als rechtsstaatlich adäquat akzeptieren.
Aber hier gibt es ein Video, einen Zeugen – und ein Geständnis!
Leider immer mehr Realität: Opferschutz funktioniert nur noch durch Abschreckung – die Justiz versagt auf ganzer Linie!
Deshalb erwarte ich, dass sehr bald bekannt wird, wer der Täter ist und wo er sich regelmäßig melden soll. Irgendwann wird er auch mal wieder über eine Straße gehen müssen …
–pag